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AdBlue kaufen – Preise, Tipps zum nachrüsten, Verbrauch und Informationen

Adblue – damit aus der Dreckschleuder ein echter Saubermann wird

Spätestens seit dem Diesel-Skandal hat nahezu jeder Autofahrer schon einmal etwas von AdBlue gehört. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff und wofür wird es benötigt?

adblue kaufen

Unabhängige Tipps, um günstig AdBlue zu kaufen und aktuelle Angebote im Vergleich

Wunderwaffe gegen den Schadstoffausstoß – AdBlue

Ganz einfach ausgedrückt ist AdBlue eine Flüssigkeit, mit der bei Dieselfahrzeugen der Schadstoffausstoß verringert werden soll. Dazu findet sie mittlerweile flächendeckenden Einsatz. Laut der Abgasnorm Euro 6 müssen alle Fahrzeuge, die seit dem ersten September 2015 neu auf den Markt kommen, statt 180 Milligramm Stickoxide pro Kilometer lediglich 80 mg ausstoßen dürfen. Um das umzusetzen, verwenden viele KFZ-Hersteller sogenannte SCR-Katalysatoren engl. selective catalytic reduction, zu deutsch selektive katalytische Reduktion), die sich auch schon im Lastwagenbau bewährt haben. Um den Schadstoffausstoß zu vermindern, kommt AdBlue zum Einsatz.

Wie funktioniert AdBlue?

Damit AdBlue seine Aufgaben erfüllen kann, muss es direkt in den Abgasstrang eingespritzt werden. Dort wird Ammoniak freigesetzt. Es reagiert im Katalysator mit den schädlichen Substanzen. Sie werden aufgespalten und an ihrer Stelle entstehen harmloser Wasserdampf und außerdem Stickstoff. Damit immer genau die richtige Menge eingespritzt wird, ist das Fahrzeug mit einem Dosiermodul ausgestattet, das vom Motorsteuergerät kontrolliert wird. Die Verbrauchsmenge beträgt etwa vier bis sechs Prozent des Dieselkraftstoffs. AdBlue kann bereits ab Temperaturen von -11,5°C gefrieren. Um das zu verhindern, ist der Zusatztank bei allen Fahrzeugen beheizbar.

Woraus besteht AdBlue?

AdBlue wird von verschiedenen Herstellern angeboten. Ganz gleich, von welcher Marke, es gibt nur eine einzige Sorte davon. Die Flüssigkeit ist eine Mischung, die zu 32,5 Prozent aus Harnstoff und zu 67,5 Prozent aus demineralisiertem Wasser besteht. Harnstoff ist geruchsfrei und gilt als ungiftig.

Der Hilferuf des Diesels – wenn die Bordelektronik anzeigt, dass AdBlue nachgefüllt werden muss

Moderne Fahrzeuge sind mit Bordinstrumenten ausgestattet, die nicht nur Auskunft über die gefahrene Geschwindigkeit, Drehzahl und die bereits zurückgelegten Kilometer geben. Über die Kombiinstrumente teilt das Fahrzeug mit, wenn sich der Inhalt des AdBlue-Tanks dem Ende zuneigt. Wird der „Hilferuf“ des Diesels ignoriert, kann dies im schlimmsten Fall zum Liegenbleiben des Autos führen. Bei vielen Fahrzeugen lässt sich der Motor nicht mehr starten, ist kein AdBlue mehr vorhanden. Bei anderen Modellen hingegen ist noch ein Notlaufbetrieb möglich.

Technisch wäre ein Weiterfahren möglich

Da die Flüssigkeit kein Kraftstoff ist, wäre es aus technischer Sicht durchaus möglich, das Fahrzeug selbst mit leerem Zusatztank weiter zu fahren. Das hätte aber zur Folge, dass sich der Ausstoß von Stickoxiden drastisch verschlechtern würde, die geltenden Abgasnormen könnten nicht mehr erfüllt werden. Um das zu verhindern, verlangt der Gesetzgeber eine „Umwelt-Wegfahrsperre“.

Laut Angaben der Hersteller sind die AdBlue-Tanks so dimensioniert, dass sie im Rahmen der Inspektion von der Werkstatt aufgefüllt werden sollte. Verschiedene Tests haben aber gezeigt, dass die Praxis etwas anders aussieht. Vor allem Vielfahrer müssen häufig sehr viel früher in Eigenregie nachfüllen. Gerade an den Tankstellen wird die Flüssigkeit häufig in großen Zehn-Liter-Kanistern angeboten, die sich in erster Linie für LKW eignen. Der Einfüllstutzen und die Tanköffnung für AdBlue passen nicht aufeinander. Ein sauberes Einfüllen, ohne dabei zu kleckern, ist beinahe unmöglich. Bei Lastwagen sind entsprechende Zapfsäulen an den Tankstellen flächendeckend vorhanden, dies gilt aber noch nicht für PKWs.

AdBlue selbst nachfüllen – darf man das?

Ja, es ist möglich, den Tank selbst wieder aufzufüllen. Manche Fahrzeug-Typen benötigen hierzu ein sogenanntes Refill-Kit. Ob und welches genau benötigt wird, lässt sich der spezifischen Betriebsanleitung entnehmen. Hat man nachgefüllt, sollte die Zündung eingeschaltet werden. Bis die Elektronik den neuen Füllstand erkannt hat, kann es einige Minuten dauern. Daher ist es empfehlenswert, sich dafür etwas Zeit zu nehmen.

Anleitung, um AdBlue nachzufüllen:

Beim Nachfüllen: Kann AdBlue überlaufen und ist es schädlich?

Ein Überlaufen beim Nachfüllen ist durchaus möglich. Auch hier gilt: Etwas Geduld mitbringen und lieber langsam nachfüllen. Bei einigen Modellen ist der Tank mit einem Überlauf ausgestattet. Zu viel eingefülltes AdBlue läuft durch den Überlauf unter dem Fahrzeug ins Freie und wird dort abgeleitet. Gelangt das Harnstoffgemisch auf den Lack, ist es für ihn schädlich. Kommen beide dennoch miteinander in Kontakt, muss die Flüssigkeit sofort mit ausreichend Wasser abgespült werden. Übrigens darf AdBlue in keinem Fall direkt in den Kraftstofftank gefüllt werden!

AdBlue direkt an der Tankstelle tanken

Die Preise, welche für Adblue an der Zapfsäule aufgerufen werden, sind vergleichsweise attraktiv. Leider ist das Tankstellen-Netz, das auch AdBlue-Säulen für PKWs anbietet, noch sehr dünn und lückenhaft, stellt sich für den Besitzer eines Diesels die Frage: Kann der PKW auch an einer AdBlue-Zapfsäule für LKW betankt werden?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten. Ein Blick auf die Technik der Einfüllstutzen zeigt, dass sie über einen Magneten verfügen. Er wird benötigt, um die Abschaltfunktion (per Ventil) zu aktivieren. Ein weiterer Grund, weshalb es eher weniger ratsam ist, an einer LKW-Zapfsäule AdBlue mit einem PKW zu tanken ist die Durchflussmenge der Zapfsäulen. Sie ist auf Lastkraftwagen ausgelegt.

Natürlich ist es möglich, mit viel Fingerspitzengefühl AdBlue dort zu tanken. Es ist aber ein großes Geduldsspiel, soll das Ventil offen bleiben und die Gefahr, dass es trotz aller Vorsicht doch zu Verunreinigungen auf dem Lack kommt, ist sehr hoch.

Adapter und Co.

Online-Plattformen und der Zubehörhandel bieten für Autos AdBlue-Adapter. Sie stellen eine funktionierende Lösung dar. Er besitzt einen integrierten Magneten, das Abschaltventil richtig funktionieren kann. Das löst aber noch immer nicht das Problem mit der zu hohen Durchflussmenge. Das lässt sich halbwegs mit der sehr vorsichtigen und langsamen Betankung lösen. Bei verschiedenen Fahrzeugen ist der Einfüllstutzen für die Flüssigkeit im Kofferraum angebracht. Die beengten Platzverhältnisse dort machen es schwer, mit der Zapfpistole gut an den Stutzen zu kommen. In diesem Fall sind eine kleine Nachfüllflasche oder ein Kanister, für die auch noch Schlauchaufsätze angeboten werden, die bessere Lösung.

AdBlue kaufen – was sollte beachtet werden?

Bislang sind Zapfsäulen, die ein Nachfüllen des Harnstoffs erlauben, in Deutschland rar gesät. Daher sollten Verbraucher sich nicht in die Irre führen lassen, wenn sie auf einschlägigen Benzin-Webseiten nach Adblue-Preisen suchen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei vermutlich nur um Tankmöglichkeiten, die auf LKW ausgelegt sind.

Für Autos bietet der Fachhandel praktische Nachfüllflaschen oder für etwas größere Mengen auch Kanister an. Als Gebindegrößen werden üblicherweise fünf oder zehn Liter angeboten. Die kleineren Flaschen sind im Vergleich zu den größeren Gebinden deutlich teurer und sorgen außerdem für deutlich mehr Plastikmüll.

Die bequemste und gleichzeitig wohl die teuerste Möglichkeit ist es, das Harnstoff-Gemisch bei einer Vertragswerkstatt zu erwerben und es dort direkt einfüllen zu lassen. Ansonsten gibt es Verkaufsstellen wie Tankstellen, den KFZ-Fachhandel oder immer häufiger ist AdBlue auch im Discounter im Rahmen von Sonderangeboten verfügbar.

Eine weitere Variante ist der Kauf im Internet. Unabhängig von Ladenöffnungszeiten hat der Anwender hier Zeit, sich umfassend über die verschiedenen Angebote zu informieren. Wer seinen Verbrauch kennt, kann davon profitieren und sich gleich einen kleinen Vorrat bestellen.

Aktuelle Angebote und Preise für Adblue:

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  • AdBlue ist dafür gedacht, um den Ausstoß von Stickoxiden zu senken
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Welche VW-Motoren brauchen AdBlue?

Wie alle Automobilhersteller nutzt auch Volkswagen für einige seiner Fahrzeuge die SCR-Technologie. So benötigen folgende Bluemotion Modelle AdBlue:

  • Golf
  • Jetta
  • Tiguan
  • Passat
  • Sharan
  • Touran und Touareg
  • Caddy
  • California
  • Caravelle
  • Crafter Van, Multivan und Transporter

Bei Volkswagen lassen sich AdBlue-Modelle an einem zusätzlichen Einfüllstutzen erkennen. Bei den aktuellen Baureihen (Stand Dezember 2018) ist dieser entweder neben dem Diesel-Einfüllstützen, im Motorraum oder im Kofferraum untergebracht.

Ist der Zusatztank leer, ist es nicht mehr möglich, das Fahrzeug zu starten, bis er wieder aufgefüllt wird. Verweigert das Fahrzeug aus diesem Grund den Dienst (niedrige Füllstände werden bei einer Rest-Reichweite von 2.400 km und nochmals bei 1.000 km signalisiert), sollte der Motor in keinem Fall gestartet werden, bevor der Harnstoff nachgefüllt wurde.

Wie füllt man AdBlue bei einem VW Passat Kombi nach?

Der Passat von Volkswagen ist ein viel gefahrenes Fahrzeug. Die Nachfüll-Beschreibung soll daher nur exemplarisch sein. Eine exakte Vorgehensweise ist der jeweiligen Bedienungsanleitung zu entnehmen.

Die Einfüllöffnung des Zusatztanks befindet sich im Dieseltank neben dem Tankstutzen. Um die Flüssigkeit einzufüllen, muss zuvor die Tankklappe geöffnet werden. Im nächsten Schritt wird die Verschlusskappe des Tanks (direkt neben dem Dieseltank) geöffnet.

Um die klebrige Flüssigkeit einzufüllen, können wahlweise ein Kanister oder eine Nachfüllflasche verwendet werden. Der Zusatztank im Passat kann ca. 13 Liter AdBlue aufnehmen. Praktische Refill-Sets mit Füllschlauch oder einer manuellen Zapfpistole aus Kunststoff sind für die Arbeiten sehr hilfreich.

Fazit

Diesel gelten von jeher als echte Dreckschleudern. Um die immer schärferen Vorgaben der Grenzwerte einzuhalten, beschreiten die Hersteller unterschiedliche Wege. Eine davon ist der Einsatz von AdBlue. In den vergangenen Jahren wurden die SCR-Katalysatoren bereits bei Lastkraftwagen eingesetzt und ihre Entwicklung vorangetrieben. Seit einigen Jahren finden diese Katalysatoren auch im PKW-Sektor immer mehr Anwendung.

Um den Schadstoffausstoß so weit wie möglich zu drosseln, wird dafür das ungiftige und geruchslose AdBlue verwendet. Ohne großen Aufwand kann es selbst von Privatanwendern problemlos bei Bedarf in den vorhandenen Zusatztank nachgefüllt werden. So ist es möglich, die Abgase um rund 90 Prozent von schädlichen Substanzen wie Stickoxide zu befreien, und somit einen wesentlichen Anteil zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen.

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